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Tomaten auf den Augen? Mach Chutney draus!

By August 11, 2015

Puh! Das war eine ganz schön lange Pause hier auf dem Blog. Man kann sagen, meine erste kleine Blogger-Krise liegt hinter mir. Ich wusste einfach nicht, was ich als nächstes posten soll. Ideen waren da aber ich fand keine gut genug um sie euch zu präsentieren. Und halbherziger Kram kommt mir nicht auf den Blog! Also hab ich beschlossen, bevor ich irgendwas poste, warte ich lieber bis ich wieder ein wirklich schönes Thema für euch habe, über das ich auch gerne schreibe. Und siehe da, es kam einfach zur Tür rein geflattert. Naja mehr oder weniger, eigentlich wuchert es unsere Türe zu. Ich habe einen kleinen "Gemüsegarten" vor unserem Wohnzimmerfenster. Da sind Tomaten und Paprika drin. Und die Tomate wuchert wie wild und versperrt uns schon die Sicht nach draußen. Jedenfalls haben wir mittlerweile mehr Tomaten als wir essen können. Aber weg werfen kann man die Tomaten aus eigenem Anbau ja nun wirklich nicht. Tja, was macht man mit überschüssiger Ernte, die man nicht auch noch essen kann? Genau, einkochen! Also ist aus einem Teil der Tomaten kurzer Hand ein Tomatenchutney entstanden und noch dazu ein neuer Blogeintrag! Das nenn ich mal Effizienz! 



Das Rezept fürs Tomatenchutney habe ich mir gestern "ausgedacht". Irgendwie halte ich mich nicht so gerne an Rezepte, das kann man ja immer irgendwie selbst noch bisschen aufpimpen und am aller liebsten überleg ich mir eigentlich selbst was. Nachdem ich die Idee hatte, aus den Tomaten ein Chutney zu machen, hab ich mir grob überlegt was in ein Chutney rein muss und dann bisschen selbst zusammen gestellt. Und es ist ein super einfaches Rezept und sagenhaft lecker geworden! Wir haben das Chutney gestern Abend noch halb warm direkt aufs Brot gegessen. 

Das wird benötigt: 


300g Tomaten 
1 rote Zwiebel
1 Apfel
handvoll Pinienkerne 
3tl Honig 
2 Lorbeerblätter 
Apfelessig (ein kräftiger Schuss) alternativ: dunkler Balsamico
Tomatenmark 
Salz
Pfeffer


Nachdem die dicke W kontrolliert hat, dass die Zutaten auch alle in Ordnung sind, kann es los gehen. 

So wird's gemacht: 

Zuerst werden die Zwiebeln geschnitten. Ich habe die einfach grob geviertelt und in Streifen geschnitten. Das muss nicht fein sein, da ja am Ende ohnehin noch einmal alles püriert wird. Einfach so, dass es gut einkochen kann. Die Zwiebeln kommen dann in einen Topf und werden kurz "angebraten". Dann kommt da der Honig hinzu und die Zwiebeln können ein bisschen karamellisieren. 


Als nächstes werft ihr die handvoll Pinienkerne dazu. Die können dann ein bisschen mit anbraten und auch etwas karamellisieren. 


Das ganze kann dann ruhig ein bisschen vor sich hin brodeln. Die Temperatur solltet ihr nicht zu hoch drehen, sonst verbrennt alles. Ich hatte den Herd auf 5 (von 9 Stufen), also bei mittlerer Temperatur. 

Jetzt kommt der Apfel dran. 


Den Apfel waschen und in kleine Stücke schneiden. Schneidet die Stücke so, dass es gut einkochen kann. Also nicht zu klein und nicht zu groß. Ich hab den Apfel geviertelt, dann jedes viertel noch mal gedrittelt und dann in Stücke geschnitten. Und dann werft ihr die Äpfelchen auch einfach zum karamellisierten Zwiebel-Pinienkern-Gemeng. 

Jetzt kommen die Tomaten dazu. Die habe ich noch mal halbiert. Wenn ihr große Tomaten nehmt, dann solltet ihr die auch recht klein schneiden. Aber ich hatte ja Cocktailtomaten, dann reicht halbieren aus. 


Werft schön den ganzen Saft, der beim Schneiden raus kommt, mit in den Topf! Wir brauchen ja Flüssigkeit, die verkochen kann. Außerdem schmeckt's dann frisch und fruchtig am Ende!

Fehlen noch ein paar Gewürze, das ganze soll ja auch nach was schmecken. Der Honig ist ja schon drin, fehlen also noch Lorbeerblätter, Apfelessig, Salz, Pfeffer und Tomatenmark (nicht auf dem Bild, weil erst später entschieden, es rein zu machen). 


Das kippt ihr einfach alles dazu. Nehmt einen großen "Schuss" Apfelessig (alternativ geht auch dunkler Balsamico), sodass alles schön mit Flüssigkeit umhüllt ist. Dazu noch ca. 2 Esslöffel Tomatenmark. Die Lorbeerblätter rein und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich habe ca. 1 Teelöffel Salz genommen. Und Pfeffer, wie es jeder mag. 

Und jetzt muss die ganze Maße einkochen. Bei kleiner Temperatur, bis alles weich ist. Ich glaube, ich hatte es ca. eine Stunde auf dem Herd. Müsst ihr mal schauen, das hängt auch davon ab, wie groß eure Stückchen sind.  Wenn ihr das Gefühl habt, ihr könnt ohne Probleme pürieren, dann ist es gut. 

Zum Schluss wird die Maße dann noch mal püriert. Aber Achtung, nicht übertreiben, Chutney bleibt ein bisschen dicklich und stückig und wird keine Soße!!!! Ich habe so einen Handmixer (nicht elektrisch) mit dem geht das ganz gut. Jetzt noch in Gläser füllen und fertig ist euer selbst gemachtes Tomatenchutney. Schmeckt wunderbar fruchtig, frisch und leicht säuerlich dank dem Essig. 



Auch ein schönes Geschenk :) Ich habe zwei (kleine) Gläser raus bekommen. Da es eingekocht ist, sollte es sich schon einen Moment im Kühlschrank halten. Man kann Chutney aber auch wunderbar einfrieren. Mache ich mit meinem Mangochutney auch immer so. Das zeige ich euch im Winter, denn das schmeckt wunderbar zu Raclette. 

Das Tomatenchutney könnt ihr, wenn ihr es nicht abwarten könnt, so wie wir, einfach zu Brot essen. Oder als Dip verwenden oder als Soße (zu Burger, Raclette, Sandwich) Oder ihr gebt es, wie ein Pesto, zu Nudeln vielleicht zusammen mit noch ein paar frischen Tomaten. Der Kreativität sind, wie immer, keine Grenzen gesetzt. 

Und Wilma schleckt sich auch die Schnute, beim Anblick der leckeren Zutaten



Bis Bald, 

eure Goldmarie!



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2 Kommentare

  1. Seit ich mich erfolgreich an einem Kirsch-Chutney versucht habe, ist eine neue Leidenschaft hier eingezogen. Also werde ich dein Rezept direkt mal abspeichern. Danke dafür.
    Herzlichst Ulla

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  2. Hey Marie.
    Das Chutney sieht so lecker aus. Total farbintensiv. Ich hab hier auch ein Überfluss an Tomaten und werd das auf jeden Fall nachmachen. Mit selbst gezüchteten schmeckt alles eh besser ;)
    Lieben Gruß,
    Jenny

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